Resilienz mit System: Multi-Asset-Portfolios für volatile Märkte
Ein Blick auf die Vorteile einer bewusst gestalteten, langfristigen Multi-Asset-Portfoliokonstruktion.

Dauer: 3 Minuten
Datum: 01. Jän. 1
In den letzten Quartalen mussten Anleger eine Mischung aus geopolitischen Risiken, Inflationsunsicherheit und wechselnden Zinserwartungen bewältigen. In einem solchen Umfeld zeigen Portfolios, die mit Blick auf Resilienz gebaut wurden, ihren Wert. Multi-Asset-Strategien zielen darauf ab, Wachstum, defensive Bausteine und Diversifikation in Einklang zu bringen – in dem Bewusstsein, dass keine einzelne Anlageklasse und kein einzelner Investmentstil in allen Marktphasen dauerhaft überzeugt.
Wachstum mit defensiver Stärke verbinden
Wachstumsorientierte Anlagen bleiben für langfristige Renditen unverzichtbar. Die Ergebnisse fallen jedoch tendenziell stabiler aus, wenn sie durch defensive und diversifizierende Anlagebausteine ergänzt werden. Im ersten Quartal spielte beispielsweise die globale Infrastruktur eine wichtige Rolle für die Stabilität unserer Multi-Asset-Portfolios. Inflationsgebundenen Erträge, die Bereitstellung essenzieller Dienstleistungen und relativ stabile Cashflows halfen, die Auswirkungen der allgemeinen Marktvolatilität abzufedern.
Reale Vermögenswerte können eine doppelte Rolle spielen
Dies zeigt, wie Real Assets einen wichtigen Beitrag zur Portfoliostabilität leisten können: Sie eröffnen Wachstumschancen und können zugleich Schutz in einem Umfeld bieten, in dem Inflationsrisiken die Wirksamkeit klassischer Anleihen herausfordern.
Diversifikation über die Industrieländer hinaus
Auch Engagements in den Schwellenländern leisteten einen positiven Beitrag, unterstützt durch eine disziplinierte Titelauswahl sowie den Fokus auf attraktive Bewertungen und Ertragschancen. Obwohl diese Märkte naturgemäß höheren Schwankungen unterliegen, können sie bei einer durchdachten Integration in ein breit aufgestelltes Portfolio zusätzliche Renditequellen erschließen und wertvolle Diversifikationsvorteile bieten.
Die jüngste Entwicklung hat einmal mehr verdeutlicht, dass Diversifikation nicht nur die Streuung über verschiedene Anlageklassen umfasst. Ebenso wichtig sind die Verteilung über unterschiedliche Regionen und Anlagestile – insbesondere in Marktphasen, in denen die Wertentwicklung einzelner Märkte und Segmente stark auseinanderläuft.
Die stabilisierende Rolle defensiver und alternativer Strategien
Mit steigenden Korrelationen zwischen verschiedenen risikobehafteten Anlagen haben sich defensive Allokationen wieder stärker in den Fokus gerückt. Kurzlaufende Anleihen halfen, die Sensibilität gegenüber steigenden Renditen zu reduzieren, während spezialisierte Diversifikationsstrategien eine wichtige Rolle spielten, indem sie Wertverluste während Phasen von Stress an den Aktienmärkten abmilderten. Auch wenn solche Investments nicht darauf ausgelegt sind, in starken Märkten die höchsten Erträge zu erzielen, liegt ihr Wert in ihrem Potenzial, Kapital zu schützen und die Anlageverlauf zu glätten – ein entscheidender Aspekt in volatilen Marktphasen.
Resilienz als Ergebnis von Disziplin
Resilienz bedeutet nicht, den nächsten Marktabschwung vorherzusagen. Sie entsteht durch eine vorausschauende Portfoliokonstruktion, die Unsicherheit als festen Bestandteil der Kapitalmärkte berücksichtigt. Ein disziplinierter Multi-Asset-Ansatz, der Wachstumschancen mit defensiven Anlagen und unterschiedlichen Renditequellen verbindet, kann dazu beitragen, Portfolios widerstandsfähiger gegenüber wechselnden Marktbedingungen zu machen.
Für professionelle Anleger erinnern die jüngsten Marktbedingungen daran: Widerstandsfähigkeit ist keine Reaktion auf Volatilität – sie ist etwas, das man von Anfang an in Portfolios einbauen sollte.
