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The WittAnleger machen sich Sorgen, dass sie weniger: haben könnten ich denke hingegen an MOAR
Meine Einschätzung: Die Investitionsgeschichte im Bereich KI entwickelt sich weiter, da Gewissheit die Chancen neu definiert.
Autor
Jack Grealy
Associate Equities Investment Specialist
Dauer: 3 Minuten
Datum: 10. Juli 2026
Es gibt eine wichtige Frage, die sich Anleger zum Thema künstliche Intelligenz (KI) stellen sollten.
Derzeit konzentrieren sich viele auf das „Weniger“ – weniger Nachfrage nach Rechenleistung, weniger Investitionsausgaben, weniger Chips, schwächere Gewinne.
Mich interessiert vielmehr, was passiert, wenn es „MOAR“ gibt: die „Mother of All Rotations“. Die Vorstellung, dass Kapital nicht verschwindet, sondern sich von einem Teil des KI-Stacks in einen anderen verlagert. Diese Rotation wird nicht nur die Gewinner in der Tech-Branche neu definieren – sie wird auch Folgewirkungen über Regionen und Märkte hinweg haben.
So wie das Potenzial disruptiver KI-Entwicklungen gewachsen ist, so ist auch das Bedürfnis nach Sicherheit gestiegen. Investoren haben sich in den Bereichen des Marktes konzentriert, in denen die Gewinne am sichtbarsten sind. Denken Sie an Nvidia, AMD, SK Hynix, Samsung Electronics und TSMC.
Der Kauf der bildlichen Hacken und Schaufeln („Picks and Shovels“) des KI-Geschäfts war sinnvoll, solange die Monetarisierung der KI noch weitgehend theoretischer Natur war. Doch da sich die Anzeichen für echte Umsätze verdichten – und Unternehmen wie Anthropic voraussichtlich bald operative Gewinne ausweisen werden –, nimmt die Gewissheit zu. Das bedeutet, dass sich das Spektrum an Anlagemöglichkeiten erweitert.
Die nächste Rotation wird nicht wie die letzte aussehen
Hier kommt MOAR ins Spiel.
Wenn man einen groben Vergleich anstellt, kommt einem die Situation bekannt vor. Während des Dotcom-Booms in den Jahren 1999 und 2000 wurden bei Börsengängen (IPOs) in den USA rund 200 Milliarden US-Dollar eingesammelt – umgerechnet etwa 380 Milliarden US-Dollar nach heutigem Wert. Doch verteilte sich diese Summe auf Hunderte von Unternehmen.
Diesmal dürfte das Kapital zwar ähnlich hoch sein, aber weitaus stärker konzentriert. Allein SpaceX, OpenAI und Anthropic werden voraussichtlich rund 200 Milliarden Dollar einnehmen.
Wenn diese „Godzilla“-Börsengänge in die großen Indizes aufgenommen werden, könnten Anleger gezwungen sein, sich zwischen Tracking Error und Volatilität entscheiden zu müssen. Passive Fonds, die von den meisten Anlegern genutzt werden, sind auf Ersteres optimiert. Das könnte weniger Liquidität – und weniger Nachfrage – für den Rest des Index bedeuten, insbesondere für die heutigen Gewinner.
Auch aktive Fondsmanager werden davon nicht verschont bleiben. Neue Positionen dürften zu einem erheblichen Teil durch Gewinne aus bestehenden KI-Investments finanziert werden.
Es geht dabei also nicht zwingend um eine Rotation in den Technologiesektor – oder aus ihm heraus –, sondern innerhalb des Sektors.
„MOAR“ bedeutet nicht, dass KI scheitert – sondern beschreibt, was passiert, wenn sie erfolgreich ist.
Wo Sicherheit herrscht, folgt das Kapital
Passive und thematische ETFs (börsengehandelte Fonds), die im Zuge des KI-Booms gewachsen sind, müssen sich anpassen, wenn sich das Opportunizy Set erweitert.
Was bedeutet das für die Schwellenländern?
Entgegen der Intuition glaube ich, dass sie weiterhin in einer starken Position sind. Auf der Hardware- und Energieseite gelten nach wie vor dieselben Treiber für Verlässlichkeit. Und mehr Sicherheit an einem Ende der Wertschöpfungskette kann die Nachfrage am anderen Ende stärken.
Das Risiko liegt meiner Ansicht nach woanders. Hyperscaler ohne eigene, proprietäre Modelle könnten Schwierigkeiten haben, ihre Investitionen in nachhaltige Erträge umzuwandeln - selbst wenn die Modelle selbst an Bedeutung gewinnen. Dadurch entsteht eine wachsende Lücke in der „Verlässlichkeit“.
Schwellenländer hingegen befinden sich größtenteils auf der richtigen Seite dieser Entwicklung. Zudem profitieren si ein Ländern wie Korea und Taiwan von einer stabileren inländischen Investorenbasis, was ihre Anfälligkeit gegenüber globalen Indexumschichtungen verringert.
Und was wichtig ist: Sie sind nicht an ein einziges Ökosystem gebunden. Das Engagement erstreckt sich sowohl auf das westliche KI-Ökosytem als auch auf das sich rasch entwickelnde chinesischen Tech-Ökosytem, in dem Kapitalflüsse zusätzlich durch politische Maßnahmen unterstützt werden können.
Der Punkt? „MOAR“ bedeutet nicht, dass KI scheitert – sondern beschreibt, was passiert, wenn sie erfolgreich ist.
Die IPO-Pipeline deutet darauf hin, dass das Angebot steigt. Wenn sich daraus Gewissheit ergibt, erweitern sich die Chancen – und die Kapitalströme dürften ebenfalls folgen. Die entscheidende Frage ist, wie die Anleger darauf reagieren.
Über den Autor

Jack Grealy
Jack ist ein Emerging Markets Equities Investment Specialist und unterstützt seine Kunden dabei, die Märkte und ihre Portfolios zu analysieren.
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